e-miglia 2013 findet vom 21. – 25. Juli statt!

Nach den gelungenen Veranstaltungen in den Jahren 2010 bis 2012 findet die e-miglia 2013 Ende Juli statt. Die Anmeldung zur Teilnahme ist ab 1.März 2013 möglich. Bereits 17 der maximal 32 Startplätze sind vorreserviert. Die Veranstalter der e-miglia versuchen im Jahe 2013 für noch mehr Spannung und Herausforderung zu sorgen. Details hierzu werden im Frühjahr bekannt gegeben.

Zur Einstimmung gibt es hier nochmals die Zusammenfassung der e-miglia 2012:

  • Gesamt: 817 km mit rund 20 € Verbrauchskosten
  • Im Engadin: letzte Etappe über 146 Kilometer, 69 Kilometer bergauf
  • Finales Etappenziel: Energiestadt St. Moritz
  • Die Protagonisten: BMW Mini E, Lampo3, Mercedes E-Cell, Nissan Leaf, Peugeot iON, Tesla Roadster, TWIKE Active, Zerotracer, Zero Motorcycle
  • Gleichmäßigkeitsrallye durch vier Alpenländer mit 817 km: D-AUT-I-CH

St. Moritz ist nicht nur bekannt als mondäner Ferienort, seit dem 16. August 2012 darf er auch e-miglia-Stadt genannt werden! Zum zweiten Mal in der Geschichte der Rallye nur für elektrische Fahrzeuge ist das Zentrum des  Engadins das Ziel der e-miglia. In besonders guter Erinnerung wird dies vor allem bei Hans Haslreiter und Wolfgang Schöner bleiben, denn die beiden vom Team LG Solar sind die neuen Champions der lautlosen Rallye durch vier Alpenländer.

„Wir sind überglücklich, aber auch ein bisschen geschafft. Die letzten Tage waren doch anstrengender als vor dem Start angenommen“, sagt ein sichtlich erleichterter Wolfgang Schöner. „Wir wollten ein bis zwei gute Platzierungen einfahren, jetzt stehen wir als Sieger da, das ist einfach unglaublich“, fährt er fort.

Auf die Frage nach ihrem Erfolgsrezept antwortet Hans Haslreiter: „Mit dem Teslar Roadster haben wir ein hervorragendes Auto für das die Anforderungen der e-miglia kein Problem darstellen. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei, jetzt wollen wir den Titel natürlich verteidigen“.

 

TÜV SÜD mit zwei Teams auf dem Siegerpodest

Auf Platz 2 folgt das Team von TÜV SÜD II um Volker Blandow und Stefan Rentsch in einer Mercedes Benz A-Klasse E-Cell. Die beiden sind nach den guten Ergebnissen der Vortage einfach erleichtert: „Als wir in die letzte Etappe gestartet sind ist uns bewusst geworden, dass wir plötzlich etwas verlieren können. Das hat uns dann doch etwas unter Druck gesetzt. Wir sind mit dem Ziel gestartet, nur keine Fehler mehr zu machen und jetzt sind wir über das Ergebnis einfach glücklich“, resümiert Volker Blandow seinen Tag.

Den Erfolg von TÜV SÜD komplettiert das zweite Team aus dem gleichen Rennstall. Bei der letzten Etappe verteidigten Werner Kraus und Ralph Urbanek den dritten Platz. „Die e-miglia war eine Herausforderung für Fahrer und Autos. Wir sind an unsere Leistungsgrenze gegangen. Unser BMW Mini-E, wie die anderen Fahrzeuge haben ihre Tauglichkeit unter Beweis gestellt und gezeigt, dass solche extreme Anforderungen für Elektromobile kein Problem sind. Der Wagen macht das locker mit, zeigte zu keiner Zeit eine Überhitzung oder einen Leistungsabfall“, erklärt Ralph Urbanek.

 

Effizienzpreis von St. Moritz – mit umgerechnet 4,7 l Verbrauch für 800 km

Der Effizienzpreis für den geringsten Energieverbrauch auf der Strecke ging nicht ganz unerwartet an ein TWIKE-Team, schließlich verfügt ihr dreirädriges e-Mobil über Pedale, so dass mit Humanpower der Motor unterstützt. Der Preis von SF 2000,- gestiftet von der Energiestadt Moritz, wurde am Abschlussabend an die Brüder Alex und Toni Westermann von Team TWIKE young engineers überreicht. “Als wir gesehen haben, dass wir keine Chance auf den Gesamtsieg haben, konzentrierten wir uns auf die Effizienzwertung. Dass es am Ende geklappt hat ist einfach großartig”, strahlt Alex Westermann.

 

E-Fahrzeuge sind echte Alternative in Sachen Mobilität

Der gleichen Meinung ist Thomas Endriß vom Team M+P E-Mobility/Greenmotors: „Die Anforderungen waren hart, aber mein Peugeot I-ON hat sich bewährt. Die Fahrzeuge sind schon heute eine echte Alternative in Sachen Mobilität und erst recht in der Zukunft, ebenso was die geringeren Verbrauchskosten angeht“.

Die Rallye diente auch dazu Erfahrungen und Erkenntnisse zu gewinnen, die der Weiterentwicklung der E-Mobilität zu Gute kommen. Das war das erklärte Ziel des e-miglia Partners TÜV SÜD AG. Die Erkenntnisse werden in zukünftigen Sicherheitstests und Prüfverfahren miteinbezogen zum Nutzen der Industrie und der privaten Kunden. Die Ergebnisse werden in unterschiedlichen Fahrzeugkonzepten zum Tragen kommen.


Verbrauch

Wer dieser Tage wieder mit einem weinenden Auge an der Tankstelle die Benzinpreise sieht, dem sei gesagt, es geht auch anders. Da der Stromverbrauch in die Wertung der e-miglia einfließt, gibt es hier Werte. Im Durchschnitt haben die Elektromobile für die gut 800 km Strecke, wovon 485 km bergauf in die Alpen gingen, 100 kw/h verstromt. Dies entspricht rund € 20,- für eine spannende und emissionsfreie Fahrt. Die entsprechenden Benzinkosten für 800 km, nun, die mag sich jeder selber ausrechnen.

 

Alle Fahrzeugtypen haben Siegchancen

Was war bei der e-miglia 2012 zu sehen? 2-Rad, 3-Rad, 4-Rad. Von 1- Mannstärke bis 600 PS, teilweise unterstützt von Muskelkraft. Höchstgeschwindigkeiten von 120 km/h bis 220 km/h und Reichweiten von 100 km bis 350 km. Rallye Direktor Richard Schalber konnte wieder einen Event auf die Beine stellen, der eine Chancengleichheit schafft.

Noch einmal höchste Anforderung am Schlusstag

Der Finaltag im Engadin beginnt mit Regen. Nochmal wird das Material auf eine harte Probe gestellt, denn es geht über 146 Kilometer (davon alleine 69 KM bergauf) über den Albula-, den Maloja- und den über 2200 Meter hohen Julierpass.  Bis zum Zieleinlauf im Zentrum von St. Moritz lacht die Sonne jedoch wieder. In der Energiestadt St. Moritz setzt man stark auf Umweltbewusstsein mit Clean Energie, konsequent erfolgte das Betanken mit selbst produziertem Solarökostrom SME SOL.

Das Fazit

Die E-Mobilität wird kommen – daran sind sich Politiker wie Industrie einig und investieren weltweit Milliardenbeträge. Manuel Atzler vom Veranstalter REBEL Media der e-miglia zieht 2012 erneut ein positives Fazit: „Seit der Premiere 2010 demonstrieren die e-migliaisti eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der E-Fahrzeuge und den Spaß am emissionsfreien Fahren. Wir konnten erneut zeigen, wie konkurrenz- und leistungsfähig, wie dynamisch und attraktiv elektrische Mobilität ist. Wir freuen uns schon jetzt auf die e-miglia 2013!“
Zahlen zur e-miglia:

  • Höhenmeter bergauf: 11.000 m
  • Höhenmeter bergab: 10.048 m
  • Gesamtlänge: 817 km
  • Davon 485 km bergauf
  • Höchster Punkt: Edelweißspitze, 2500m
  • 4 Länder – 4 Tagesetappen
  • Verbrauch: ca. 100 kw/h auf 800 km = 20,-

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.